Gute OGS darf keine Glückssache sein!

Veröffentlicht am 20.09.2017 in Allgemein

Ein klares Zeichen setzten die drei SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Dr. Nadja Büteführ, Prof. Dr. Rainer Bovermann und Hubertus Kramer gegenüber der neuen von CDU und FDP geführten Landesregierung. Bei der Abschlusskundgebung der Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein!“ stellten sie sich an die Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) aus ihren Wahlkreisen, die mit drei Reisebussen aus der Region Ennepe-Ruhr nach Düsseldorf angereist waren.

Bereits im März dieses Jahres hatte die Freie Wohlfahrtspflege die Kampagne zur Stärkung des Offenen Ganztags gestartet, um ihre Forderungen nach festen gesetzlichen Regelungen in die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu gehören vor allem einheitliche Standards, finanzielle Planungssicherheit, langfristige Verträge und gleiche Rahmenbedingungen für alle Kommunen. Auch die räumliche Ausstattung stoße oft an ihre Grenzen.

Die Aktion endete mit einer eindrucksvollen Großdemo vor dem Landtag, die Aufsehen erregte: Tausende bunte und kreativ bemalte T-Shirts wurden auf Wäscheleinen zwischen den Bäumen rund um den Landtag gespannt. Ein deutliches Signal der rund 3.000 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Nordrhein-Westfalen an die neue Landesregierung.

Wir unterstützen diese Aktion ausdrücklich, denn die hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen im OGS-Bereich zeigt deutlich, wie attraktiv dieses Angebot für viele Familien ist. Der steigende Bedarf muss gedeckt werden“, so die neu gewählte Landtagsabgeordnete für die Städte Herdecke und Witten, Dr. Nadja Büteführ. „Die Anforderungen an das Personal werden immer vielfältiger und breiter, die Rahmenbedingungen müssen weiter verbessert und den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Die Landesregierung muss jetzt liefern, denn die wohlklingenden Ausführungen im Koalitionsvertrag sind nichts als heiße Luft ohne jegliches Finanzierungskonzept“, erklärte die SPD-Politikerin nach der Veranstaltung.

Seit dem Start der Offenen Ganztagsschule vor 14 Jahren habe die rot-grüne Landesregierung das Betreuungsmodell umfangreich ausgebaut und weiterentwickelt. „Seit der Regierungsübernahme 2010 wurde kontinuierlich mehr Geld für die OGS im Landeshaushalt bereitgestellt und auch die jährlich zur Verfügung stehende Betreuungspauschale wurde auf 7.500 Euro pro OGS erhöht. Aber es muss jetzt auch weitergehen“, fordert der Gevelsberger Abgeordnete Hubertus Kramer.

Prof. Dr. Rainer Bovermann, Abgeordneter für Hattingen, Sprockhövel, Wetter und Schwelm befürwortet die Forderungen der Träger an die neue Landesregierung: „Nur durch eine verlässliche gesetzliche Regelung und eine einheitliche Förderung kann die OGS in Nordrhein-Westfalen gesichert und weiter ausgebaut werden.“

Die SPD in NRW hatte bereits in ihrem Wahlprogramm zugesichert, den Offenen Ganztag gemeinsam mit Schulen, Kommunen und Trägern qualitativ weiter zu entwickeln. Dazu gehöre neben einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung der Erzieherinnen und Erzieher auch die Durchsetzung des Prinzips der Guten Arbeit. „Erzieherinnen und Erzieher geben alles für unsere Kinder. Und trotzdem wird ihre anspruchsvolle und hochqualifizierte Arbeit oft nicht ausreichend anerkannt. Das muss sich ändern“, betonten die Abgeordneten abschließend.

 

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