Die Zukunft der Schule

Veröffentlicht am 18.05.2007 in Schule und Bildung

Prof. Dr. Rainer Bovermann und Dr. Rainer Kogelheide

Auf einer Veranstaltung des SPD Stadtverbandes Hattingen diskutierte der heimische Landtagsabgeordnete Prof. Dr. R. Bovermann mit Vertretern der Schulen, Eltern und Schülern über "die beste Schule für Hattingen". Bovermann referierte in einem kurzen Vortrag über die Auswirkungen, die das schwarz/gelbe-Schulgesetz für die Schullandschaft in Hattingen haben wird. Hauptaugenmerk in der anschließenden Diskussion mit den Anwesenden lag dann auf der Zukunft der Hauptschule in Hattingen. Trotz nachweislich sehr guter Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an der Hauptschule leidet die Schulform seit Jahren an rückläufigen Anmeldezahlen. Und auch das "Turboabitur" an Gymnasien nach nur 12 Jahren Schulzeit stieß auf Kritik.

Befürchtet wird, dass die Auslese im Schulsystem noch weiter verschärft wird und die Chancen von Realschülern und Hauptschülern, zukünftig das Abitur zu machen, stark eingeschränkt werden. Bovermann unterstrich seine Forderung nach verstärkter individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler. Auch seine Kritik an der Beschneidung des Elternwillens machte er deutlich. "Verbindliche Grundschulgutachten konterkarieren die Entscheidungsfreiheit der Eltern, die man mit dem Wegfall der Grundschulbezirke angeblich stärken wollte", so der Landtagsabgeordnete. Nach gut zwei Stunden endete die Veranstaltung in der Reihe "SPD im Dialog" mit einem Ausblick auf die Schule im Jahr 2020. Wie die Schule der Zukunft heißen wird, darauf wollte sich Bovermann nicht festlegen. Er hoffe aber auf eine Schulform, die die Kinder länger gemeinsam lernen lässt und im Wege der individuellen Förderung und Differenzierung auf die Stärken des Einzelnen besser eingehen kann.


Das Forum des Berufskolleg Hattingen war gut besucht und die Anwesenden nahmen aktiv an der Diskussion teil.


Unter der Bezeichnung "SPD im Dialog" veranstaltet die SPD Hattingen regelmäßig Gesprächsrunden zu aktuellen Themen.

 

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