NS-Gedenkstätten würdigen und unterstützen

Veröffentlicht am 30.08.2020 in Landespolitik

Der heimische Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Rainer Bovermann hat in den vergangenen Tagen an der Gedenkstätten-Tour der SPD-Mitglieder im Hauptausschuss des Landtags NRW teilgenommen. Damit wollten die Abgeordneten die Arbeit der NS-Gedenkstätten würdigen und das Bewusstsein um die Bedeutung von Erinnerungsarbeit, Dokumentation und Forschung zum Nationalsozialismus stärken.

„NS-Gedenkstätten sind herausragende Orte der politisch-historischen Bildungsarbeit in Nordrhein-Westfalen“ so Bovermann. „Bei der Aufklärung von Nachzeitzeugen der NS-Terrorherrschaft sind sie von zentraler Bedeutung und verdienen daher unsere Würdigung und Unterstützung.“

Den Auftakt machte am Montag ein Besuch des Lern- und Gedenkortes JAWNE in Köln. Dort wird an das ehemalige jüdische Reform-Realgymnasium sowie mit der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen an die Deportation von über 1.100 Kindern während der Zeit des Nationalsozialismus erinnert. Nachdem vor kurzem TierschützerInnen aus vorgeblicher Unwissenheit um die Geschichte des Brunnens diesen für eine Protestaktion missbrauchten und das Wasser rot einfärbten, stand nicht nur die ehrenamtliche Arbeit des Vereins JAWNE im Mittelpunkt des Gesprächs. „Wir müssen NS-Gedenkstätten wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken und die Menschen für die besondere Bedeutung dieser Orte sensibilisieren“ sagt dazu Rainer Bovermann.

Es folgten Besuche des Gedenkortes Vogelsang IP auf dem Gelände der ehemaligen NS-Ordensburg Schleiden, in der Gedenkhalle Oberhausen, der Alten Synagoge Essen sowie dem Kreismuseum auf der Wewelsburg bei Büren. Am 12. August wird ein Besuch des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock den Abschluss bilden.

Aktuell sind 29 Einrichtungen im landesweiten Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V. organisiert. Ihre ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen bleibt zentrales Anliegen der SPD-Landtagsfraktion. „Wir haben einen Masterplan Rechtsextremismus vorgelegt. Die Aufklärungsarbeit zur NS-Vergangenheit ist für dabei uns ein unverzichtbarer Beitrag für das Engagement gegen rechts“ erklärt Rainer Bovermann dazu. „Zudem fordern wir die Landesregierung auf, sich endlich für ein Demokratiefördergesetz auf Bundesebene einzusetzen.“

 

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